Oberflächenstrukturen der Lebenden Steine

Oberflächenstrukturen der Lebenden Steine (Lithops)

Die vorliegenden Texte, Bilder und Filme entstanden im Rahmen des Kurses „Bau und Entwicklung der Landpflanzen“ (WS05/06) am Institut für Syst. Botanik der Universität Zürich. Sie sind Teil des Web-Fensters „Pflanzen von nah gesehen“ des Botanischen Gartens der Universität Zürich. Ausgeführt wurde dieses Projekt von Remo Freimann und Bernhard Müller. Bild- und Textmaterial dieser Website darf für nicht kommerzielle Zwecke bei Angabe der Quelle weiter verwendet werden. Die Nahaufnahmen mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM) wurden für dieses Projekt am Institut für Pflanzenbiologie (ebenfalls Universität Zürich) hergestellt. Kontaktperson für die Beantwortung von Fragen: Rolf Rutishauser.

Einleitung:

Lithops gehören zu den Aizoaceae (Mittagsblumengewächsen) und sind in Südafrika und Namibia heimisch. Sie haben so genannte Fensterblätter, was heisst, dass sie eine Stelle im Blatt aufweisen, die für Licht sehr durchlässig ist. Der Sukkulentenkörper, der glasklar ist, leitet das Licht im Blatt weiter zu den Seitenwänden, die grün sind. Praktisch die gesamte Photosyntheseleistung wird aus Licht erzeugt, das durch das Fenster eintritt. Das Fenster weist eine weitere unseres Wissens einmalige Eigenschaft auf: es ist nicht klar, sondern bei den meisten Arten von farbigen Pigmenten bedeckt, die die Pflanzen wie Steine erscheinen lassen. Deshalb heissen die Pflanzen auch “lebende Steine“.

, Ausschnitt aus der Oberfläche REM Bild, Massstab = 0.4mm
Fenster-Oberfläche mit Warzen REM-Bild, Massstab = 0.1mm
Längsschnitt durch ein Blatt von
Blattlängsschnitt, Fenster mit Papillen REM-Bild, Massstab = 0.04mm