Tropischer Bergwald

Zentrum des Artenreichtums

Die artenreichsten Pflanzengemeinschaften finden sich nicht im tropischen Tiefland, sondern in mittleren Lagen an den Abhängen regenreicher tropischer Gebirge. Üppige Niederschläge, häufiger Nebel und gemässigte Temperaturen reduzieren den Trockenstress für Pflanzen auf ein Minimum, so dass insbesondere austrocknungsempfindliche Pflanzengruppen hier ihre grösste Abundanz und Vielfalt erreichen. Deshalb sind diese Nebelwälder von Moosen, Farnen und Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) überwuchert. Mit seinen kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchte gibt uns dieses Haus die Möglichkeit, einen solchen Nebelwald mit seiner einzigartigen Flora nachzubilden. Künstliche Epiphytenbäume sind mit einer grossen Vielfalt von Farnen, Orchideen und Bromelien besetzt, während andernorts Baumfarne einen dichten Bestand bilden. Aber auch bunte Blüten kommen in diesem Wald nicht zu kurz. Da in der Natur die Bedingungen ungünstig für wärmeliebende Insekten sind, sind Vögel die häufigsten Bestäuber. Deshalb haben viele Pflanzen grosse und oft rot gefärbte Blüten, die für Kolibris und Nektarvögel atraktiv sind. Beispiele hierfür sind z.B. verschiedene Fuchsien (Fuchsia) aus den Anden und Springkräuter (Impatiens) aus Afrika. Als botanische Besonderheiten zeigen wir in diesem Haus auch viele Vertreter ursprünglicher Landpflanzen, angefangen bei den Moosen bis zu den ursprünglichen Angiospermen wie z.B. Arten aus den Familien Chloranthaceae und Winteraceae.