Darwin als Botaniker

In der Medieneuphorie des Darwinjahrs 2009 geht meistens vergessen, dass Darwin mehrere botanische Bücher geschrieben hat, in denen er sich als hervorragender Beobachter und Experimentator offenbarte.

Charles Darwin mit ca. 45 Jahren

Diese Werke beweisen, dass Darwin durchaus ein Platz auf der Ehrentribüne der Naturforscher zukommt, auch wenn er nicht der Erste war, der eine auf Selektion basierende Evolution als Erklärung für die Biodiversität unseres Planeten vorgestellt hatte. Speziell angetan war Darwin vom Sonnentau (Drosera), einer Insekten fangenden Pflanze. 1860 schrieb er an den Geologen Charles Lyell: „Mich interessiert Drosera mehr als die Entstehung aller Arten dieser Welt.“ So fütterte Darwin den Sonnentau mit Hühnereiweiss, Milch oder Bronchialschleim. Zur Wirkung von Milch auf die Drüsenhaare des Sonnentaus schrieb er: „Es wurden Tropfen auf sechzehn Blätter gebracht, und die Tentakel von sämtlichen, ebenso die Blattränder…wurden bald bedeutend eingebogen.“

Eine Vitrine am Eingang der Schauhäuser enthält Auszüge aus Darwins botanischen Werken. Fotos zeigen einen nachgestellten Versuch Darwins, in dem Sonnentau erfolgreich mit Milch gefüttert wurde. Im Foyer der Schauhäuser befinden sich sechs grüne „Ausstellungsstühle“ mit weiteren Informationen zu seinem botanischen Schaffen.
Die Informationen können Sie gerne auch hier herunterladen.