Pearcea hypocyrtiflora – Honigtopf und Spinnenbeine

Pearcea hypocyrtiflora gehört zur Familie der Gesneriaceae und stammt ursprünglich aus dem tropischen Regenwald von Ecuador.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 20 cm und besitzt kurz gestielte, rundlich-ovale Blätter mit einer stumpfen Spitze und stumpf gesägten Rändern. Die Blätter sind nur 2-3 Zellschichten dick und zeigen eine starke Oberflächenstruktur, die an „Fasnachtschüechli“ erinnert. Die Stängel, Blätter wie auch die Blütenkrone weisen eine starke Behaarung auf.Die Blüte sieht aus wie ein kleiner rot-gelber Ballon und ist sehr stark behaart. Die 5 Blütenblätter sind bis auf 5 kleine rosafarbene Spitzchen verwachsen. Diese Mundregion dient dem Bestäuber, einem Kolibri, als Zugang zum Honigtopf mit Nektar, Pollen und Narbe.

aus dem Botanischen Garten in Zürich. Besonders auffällig sind die roten Blüten, deren Kronblätter zu einem runden Ballon verwachsen sind.

Aufsicht auf die ballonförmige Blütenkrone mit Mundbereich. In die Öffnung der Mundregion steckt der Kolibri seinen Schnabel und trinkt Nektar. Dabei bestäubt der kleine Vogel die Blüte.
Durch Kronzipfel verschlossene Mundöffnung der Blütenhülle. Gebildet aus den Restspitzen der 5 Blütenblätter erlaubt sie den Zugang zu Narbe und Staubbeutel. REM-Bild, Massstab = 1mm
Gliederhaare der Kronwandaussenseite. Die Gliederhaare ähneln den Spinnenbeinen und verleihen dem Bild einen gewissen „Gruselcharakter“. Ähnliche Gliederhaare finden sich beim Usambara-Veilchen. REM-Bild, Massstab = 0.2mm
Die Blätter dieser Pflanze zeigen eine auffällig starke Strukturierung. Die Fläche zwischen den Nerven ist mit vielen Höckern versehen.
Die Blätter sind, wie auch die übrigen Pflanzenteile, stark behaart. Die Gliederhaare des Blattes sind kleiner und feiner als diejenigen der Blüte. Jedes Haar entspringt einer Höckerspitze. REM-Bild, Massstab = 0.4mm