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Traditionelle Medizin im Wandel

Das Projekt «Traditional Medicine in Transition (TMT)» ist eine interdisziplinäre Initiative, die traditionelles Heilwissen mit moderner Forschung, Bildung und öffentlicher Vermittlung verbindet. Museen und Ausstellungen dienen dabei als Plattformen für einen sicheren, wissenschaftlich fundierten Wissenstransfer und den Dialog zwischen Gemeinschaften, Forschenden und der Öffentlichkeit.

Traditionelle Medizin ist weltweit tief in kulturellen und historischen Praktiken verankert. Wissen über Heilpflanzen wurde über Generationen hinweg meist mündlich innerhalb von Familien weitergegeben. Heute geht diese Form der Wissensweitergabe zunehmend verloren, während wissenschaftlich gesicherte ethnobotanische und pharmakologische Erkenntnisse nur selten die breite Öffentlichkeit erreichen. Das Projekt schliesst diese Lücke, indem akademische Forschung, kulturelles Erbe und lokales Wissen zusammengeführt werden.

Forschungsansatz

TMT kombiniert epidemiologische, ethnobotanische und soziokulturelle Forschung, um zu verstehen, wie Wissen über traditionelle Medizin heute entsteht, weitergegeben und genutzt wird.
Zentrale Aktivitäten umfassen:

  • Identifikation wichtiger Gesundheitsprobleme und häufig genutzter Heilpflanzen durch Datenbankanalysen und Feldforschung
  • Dokumentation von Heilpflanzenwissen durch Literaturstudien und partizipative Methoden mit lokalen Gemeinschaften
  • Analyse sozialer, kultureller, historischer, rechtlicher und geschlechtsspezifischer Aspekte traditioneller Medizin
  • Kartierung relevanter Akteur:innen, Kommunikationswege und Zielgruppen
  • Einsatz partizipativer museologischer Ansätze zur Erforschung der Rolle von Museen und Heilpflanzengärten bei Wissensvermittlung und nachhaltiger Nutzung

Zur Projektübersicht im SNF Dataportal: SNF Grant 213272
Laufzeit: 01.06.2023 - 31.05.2026

Die Forschungsarbeiten werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNSF) im Rahmen des SOR4D-Programms gefördert. Zusätzliche Unterstützung für Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit erfolgt durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich.

In der Schweiz

Von Juni bis Oktober 2025 wurde der Botanische Garten der Universität Zürich zu einem Ort des Austauschs. Die «Ugandas Pflanzenheilkunst im Wandel – Ein Forschungsprojekt» präsentierte Heilpflanzen, ihre Anwendung und das über Generationen weitergegebene Wissen, das heute vor globalen Herausforderungen steht. Die Ausstellung machte die Feldforschung des Projekts sichtbar und stellte eine zentrale Frage: Wie kann traditionelles Wissen respektvoll bewahrt, vermittelt und in die Zukunft getragen werden?

Der Dialog wird 2026 mit der Folgeausstellung«Pflanzen als Medizin – Vielfalt in der Schweiz» fortgesetzt
Ausstellungskatalog herunterladen. (PDF, 34 MB)
Filme zur Ausstellung.

In Uganda

Mit Wanderausstellungen bringt das Mobile Museum Bildungsmaterialien, interaktive Inhalte und Demonstrationen direkt in Gemeinden und Schulen in ganz Uganda und schafft so zugängliche Räume für Lernen und Austausch.

Am 27. Februar 2026 wurde das «Traditional Medicine Mobile Museum» offiziell im Uganda Museum in Kampala eröffnet – ein wichtiger Schritt zur Dokumentation, Bewahrung und nachhaltigen Förderung pflanzenbasierter traditioneller Medizin.

Mobiles Museum Einweihung
Mobiles Museum
Einweihung

 

Delegation

 

Gleichzeitig wurde im Igongo Cultural Centre eine Ausstellung über Traditionelle Medizin im Wandel eröffnet. Link zum virtuellem Museum:https://tradmedit.com/igongo-virtual-museum/

Filme zur Ausstellung

Weiterführende Informationen

Projektverantwortliche

Caroline Weckerle, Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik und Gartenleitung Botanischer Garten Universität Zürich, Switzerland

Jacqueline Grigo, Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik
und Religionswissenschaftliches Seminar, Universität Zürich, Schweiz

Amon Mugume, Uganda Museum, Kampala, Uganda

Nelson Abiti Adebo, Uganda National Museum Ethnography Section Department of Museums and Monuments, Uganda National Museum, Uganda

Godwin Anywar, Dpt Plant Sciences, Microbiology & Biotechno College of Natural Sciences Makerere University, Uganda

Maud Kamatenesi-Mugisha, Kampala International University, Uganda

Yahaya Hills Sekagya, Prometra UGANDA Promoting Traditional Medicine, Uganda

Projektpartner:innen

Manuela Dahinden, CreativeLabZ, Switzerland

Zürich-Basel Plant Science Center

Thomas Laely, Department of Social Anthropology and Cultural Studies University of Zurich, Switzerland

Godfrey Miya Ruyonga, Tooro Botanical Garden, Uganda

James Rwehabura Tumusiime, Igongo Cultural Cent. Fountain Publisher Ltd Director's Office, Igongo Cultural Centre, Uganda

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